Dorothea Niedecken und ich beim Kurs in Gießen
Dorothea Niedecken und ich beim Kurs in Gießen

Stimme- Rhythmus - Bewegung - Stille

Workshops ca. einmal im Monat

an verschiedenen Tagen.

 

Taketina Nachmittag 2017:

Sa, 16. Dezember

 

Taketina Nachmittage 2018:

So, 28. Januar

Sa, 24. Februar

So,22. April

Sa, 2. Juni

Sa, 11. August

Kurszeiten: 15 - 18:30 Uhr, (mit Pause)

Beitrag je Termin: 45 €

ermäßigt: 35 €

 

Taketina Tag:

Sa, 4. November 2017 (Achtung, dieser Termin fällt aus.)

Sa, 17. März 2018

Kurszeiten: 10:30 - 18:00 Uhr, (mit langer Mittagspause)

Kursbeitrag: 95 €

bei kleinem Einkommen: 65 €

 

Raum für alle Termine:

Praxis Kern, Schützenstraße 62 d, 35398 Gießen

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, dicke Socken, eine Decke und / oder Yogamatte, bei Bedarf ein Sitzkissen und etwas zu Trinken und zu Essen für die Pausen.

 

Co Leitung: Dorothea Niedecken, Musiklehrerin, (zur Zeit in der Ausbildung zur TaKeTiNa Rhythmus- Pädagogin), Gießen

 

Bitte verbindlich anmelden unter: Anmeldung

 

Bei Fragen gerne anrufen unter: 0151- 22397425

 

 

Meine TaKeTiNa Workshops in Hessen wurden akkreditiert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend ein Artikel von Martina Lennartz:

TaKeTiNa – eine Wundertüte?!

Es ist Samstagnachmittag und ichlaufe zur Bückingstraße wo der TaKaTiNa- Workshop stattfindet. In den Räumen ist es hell und die

Sonne scheint durch die Fenster und die hellen Vorhänge bewegen sich im Wind. Es ist angenehm warm und ich fühle mich wohl.

Ich habe wenige Hintergrundinformationen auf was ich mich da einlasse und warte. Einiges habe ich zwar gehört, aber ich kann es nicht verknüpfen.

Die Teilnehmer haben ihre Schuhe ausgezogen und bewegen sich im Raum. Dörthe Kamphausen begrüßt uns und lädt uns zu der ersten "RhythmusReise" ein. Ich lass mich darauf ein und erlebe was TaKeTiNa bedeutet. Es ist schwer zu erklären, da man erleben muss was mit einem passiert.

TaKeTiNa ist ein musikalischer Gruppenprozess und die Teilnehmer entwickeln ein Rhythmusgefühl, denn jeder Mensch hat Rhythmus in sich.

Es ist der Herzschlag, das Atmen, der Wimpernschlag, der biologischen Rhythmus und die Rhythmen, die uns im Alltag begegnen beim Laufen, beim Klatschen, beim Tanzen und überhaupt in der Musik. „….Vielzahl von Rhythmen, weniger augenscheinlich, doch perfekt aufeinander abgestimmt: die Balance aus Hormon- und Stoffwechsel-, Schlaf- und Wachrhythmen, sie greifen ineinander wie die Zahnräder einer komplizierten Uhr.“ (Reinhard Flatischler)

 

Flatischler geht weiter davon aus, dass jeder Mensch eine rhythmische Begabung besitzt, zu der ihm mittels der TaKeTiNa-Rhythmuspädagogik Zugang vermittelt werden kann, wenn er sich darauf einlässt. Er versteht rhythmisches Lernen als menschliches Lernen.

 

Die erste Reise (Übung) beginnt aus der Stille. Dorothea Niedecken steht im Raum und trommelt auf ihrem Surdo einen Rhythmus. Die Schellen an ihren Füßen begleiten den Takt. Dörthe spricht mit weicher und klarer Stimme die Rhythmus- Mantras, die Teilnehmer sprechen sie mit. („Rhythmus-Mantras“ wie „Ga Ma La“, „Ta Ke Ti Na“, „Mu San Ga La“ u. a.). Auf die bestimmten Silben werden Schritte gesetzt, die Gruppe bewegt sich gemeinsam im Kreise um Dorothea dazu. Ich merke, dass ich am besten meinen Rhythmus finde, wenn ich die Augen schließe und nur auf mich achte. Schaue ich nach den anderen, komme ich aus dem Rhythmus. (Wie im echten Leben). Durch diesen Prozess soll der Rhythmus nicht nur vom Kopf her verstanden werden, sondern soll in das Körperbewusstsein Eingang erlangen. „ Lernen im eigenen Zeitmaß.“

 

Als sich das Setzen der Schritte im Körper verankert, kommt eine weitere rhythmische Ebene hinzu. Dörthe unterstreicht bestimmte Silben des Rhythmus-Mantras mit Klatschen. Dabei kontrastiert der Klatschrhythmus den Schritt-Rhythmus (Polyrhythmik).

 

Dörthes Berimbau

 

Das klingt anstrengend, ich lasse los und es gibt nichts sonst in diesem Raum.

Ich komme aus dem Rhythmus und steige aber wieder ein. Rainer setzt sich an die Wand und hört zu und steigt dann nach einem kurzen Moment auch wieder ein. „Lernen in abwechselnden Phasen von Chaos und Ordnung“. Dörthe verwendet ein Berimbau, ein einseitiges Instrument mit hellem Klang und begleitet den Rhythmus. Tristan legt sich kurz auf den Boden, schließt die Augen und lauscht. Alles ist gut- alles ist erlaubt. Niemand sonst spricht. Die erste Reise geht zu Ende und alle legen sich auf den Boden und entspannen sich. Dorothea sagt später: „ Beim Hinlegen dachte ich jede Zelle tanzt.“

 

Ich frage Dörthe wie sie zu TaKeTiNa gefunden hat:

„Als ich von TaKeTiNa hörte, war ich fasziniert und ich wollte es kennen lernen. Im folgenden Auswahlworkshop für die Ausbildung entschied ich mich dafür.

Seit 2006 biete ich fortlaufende Kurse an, sowie verschiedene Workshops.

TaKeTiNa ist wie eine Offenbarung für mich. Hier wird im weitesten Sinne Musik erlebend gelehrt, ohne Leistungsdruck von außen, mit der Möglichkeit an mir selbst zu erfahren, wie ich mit mir bin.

Ich erlebe eine immer tiefer werdende Verankerung im Rhythmus, beim Tanzen und Musizieren. Ich habe mehr Gelassenheit und Geduld entwickelt mit mir selbst und dem Leben an sich.

Freude und Humorpotential steigern sich von Mal zu Mal und es gibt immer wieder spannende Augenblicke, ja, Glücksgefühle beim Erleben von "Heimat" , wenn alles im Fluß ist, Reinfallen, Rausfallen, im Rhythmus sein, fühle ich mich still und dennoch vollkommen erfüllt.

 

Dorothea kenne ich schon sehr viele Jahre, durch sie kam ich überhaupt zu dieser Gelegenheit. Ich bat auch sie mir ihren Zugang zu TaKeTiNa zu beschreiben:

 

"Ich bin Musiklehrerin an einer integrierten Gesamtschule.

Da es mir an Ausstattung von Instrumenten und am eigenen Klavierspiel mangelte, war ich auf der Suche nach Möglichkeiten für einen praxisorientierten Unterricht. 2007 wurde mir das Buch Rhythm for Evolution von Reinhard Flatischler ausgeliehen. Es hat mich so tief berührt, dass ich mich umgehend für den nächstmöglichen Ausbildungskurs, die Trommeltrainerausbildung, anmeldete. Dort lernte ich mit den TaKeTiNa Prinzipien auf der Djonga (einer Conga ähnlich) zu spielen. Ich war überwältigt von der genialen Methode mehrdimensional auf verschiedenen Körperebenen gleichzeitig zu lernen bzw. intensivste Körpererfahrungen zu machen. Es erlaubt Fortgeschrittenen und Anfängern gleichermaßen im Rhythmuskreis zu profitieren. Besonders gefällt mir der Einsatz von Vokalrhythmen und Gesang, und ich erlebe den Wechselgesang jedes mal als Höhepunkt einer „Rhythmusreise“. Inzwischen habe ich mein Spiel auf anderen Trommeln erweitert (Buk, Tschanggo, Surdo, Rahmentrommel), natürlich ausschließlich mit den TaKeTiNa – Prinzipien und viel Gesang. Das Üben ist unweigerlich von einer Last zur Lust geworden.

 

Reiner hat schon an vielen Reisen teilgenommen und ich frage ihn nach seinem Interesse und seiner Motivation.

„Mich fasziniert die Idee hinter TaKeTiNa. Der Entdecker war eigentlich auf der Suche nach dem Ur-Klang.

Wahrscheinlich kannte er Schopenhauers Ausführungen zum Dreiklang oder andere philosophische Äußerungen über "die Welt ist Musik".

Er fand auf seiner Suche auf dem ganzen Planeten den Rhythmus der Trommeln. Dies war offenbar die früheste Art zu musizieren.

Und immer war auch Trance und Ekstase, Entrückung und In-Sich-Sein mit im Spiel.

Der Rhythmus ist also das Faszinierende an TaKeTiNa. In den Rhythmus kommen, aus dem Rhythmus fallen, egal - der Rhythmus bleibt.

Ihm ist es egal was Du tust. Es pulsiert immerzu und Du kannst jederzeit wieder ins Spiel kommen. Das erdet, macht ruhig und gibt Vertrauen in das Leben.

Was will/braucht man mehr?“

 

Das dachte ich auch und ging nach Hause. Ich fühlte mich nach einer weiteren Reise entspannt und aufgewühlt zugleich. Ich werde das nächste Mal wieder dabei sein, weil ich extrem neugierig geworden bin. Gleichzeitig habe ich diesen Bericht geschrieben um weitere Menschen dafür zu interessieren. Neueinsteiger benötigen keine Vorkenntnisse, sondern nur Lust was Neues kennen zu lernen und Lust auf Einklang.

„Seit Beginn wurde TaKeTiNa aufgrund seiner tiefgehenden psychischen und physischen Wirkungen im therapeutischen Kontext eingesetzt. Mittlerweile gibt es TaKeTiNa als festes Angebot an mehreren Klinken, in der privaten Arztpraxis oder in langfristigen Projekten mit Organisationen, wie der „Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie“ oder „ProMente“ in Österreich.“ (www.taketina.com)

Da muss doch was dran sein.

 

TaKaTiNa, doch ein Stück Wundertüte?

 

(Text und Fotos: Martina Lennartz)

Hier ein paar Links und die Kontaktdaten:

http://www.doerthekamphausen.com/kontakt-links/

http://www.taketina.com/

http://www.taketina.com/therapy/paintherapy/